„Krieg-Volkstrauer-Krieg-Volkstrauer- Krieg…“

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Auch in diesem Jahr wird es Proteste gegen die Veranstaltung des Kreises Düren anlässlich des „Volkstrauertages“ geben. Haltet euch deshalb folgenden Termin frei: Sonntag den 15.11.2015 von 9.00 bis 14.00 Uhr. Wegen schlechter Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird es an diesem Tag, ab Düren Bahnhof, die Möglichkeit geben, Fahrgemeinschaften zu bilden um gemeinsam zum Ort des Protestes anzureisen.
Bitte macht den Termin in eurem Bekanntenkreis bekannt und Werbung auf allen Kanälen. Treffen am Bahnhof am 15.11.2015 um 9.00 Uhr!!

Ansprache Kurt Heiler, VVN-BdA Aachen Volkstrauertag 2014 (mehr…)

15.11.2015 Protest gegen „Volkstrauertag“ in Düren

Auch in diesem Jahr wird es Proteste gegen die Veranstaltung des Kreises Düren anlässlich des „Volkstrauertages“ geben. Haltet euch deshalb folgenden Termin frei: Sonntag den 15.11.2015 von 9.00 bis 14.00 Uhr. Wegen schlechter Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird es an diesem Tag, ab Düren Bahnhof, die Möglichkeit geben, Fahrgemeinschaften zu bilden um gemeinsam zum Ort des Protestes anzureisen.
Bitte macht den Termin in eurem Bekanntenkreis bekannt und Werbung auf allen Kanälen.

Friedensgedenken auf dem Ehrenfriedhof in der Eifel

Die deutsche Ardennenoffensive beginnt im September 1944 und beschleunigt das Ende des Zweiten Weltkrieges. 75.000 gefallene und vermisste Soldaten sind auf beiden Seiten zu beklagen. Um Vossenack in der Eifel findet die blutigste Schlacht der Ardennenoffensive statt, die „Allerseelenschlacht“ genannt wird. Ernest Hemingway nimmt daran als Kriegsreporter teil. Der Nobelpreisträger schreibt darüber ein Buch, welches die Eifel berühmt macht.

Am Volkstrauertag, der 2013 auf den 17. November fiel, wurde in Vossenack der Gefallenen beider Weltkriege gedacht.


Antifas in Vossenack am 17.11.2013 – „Volkstrauertag abschaffen – Nein zu Faschisten (Nazis) Gegn Geschichtsrevisionismus und deutschen Opfermythos“

Es ist ein kalter, nebeliger Tag. Gegen elf Uhr versammeln sich 25 Antifaschisten in gebührendem Abstand vom „Ehrenfriedhof“ um zu demonstrieren. Zahlreiche Polizisten hindern sie daran, sich der offiziellen Veranstaltung zu nähern. Auf einem Plakat fordern die Antifaschisten, den Volkstrauertag abzuschaffen und den deutschen Geschichtsrevisionismus zu beenden. Am Ehrenfriedhof, der bald einen neutralen, weniger belastenden Namen erhalten wird, schmiegt sich das Mahnmal der Windhund-Division, welches über den Opfertod der Soldaten berichtet. Die Windhund-Division hat erst im April 1945 kapituliert.


Fragwürdiges Gedenken der Bundeswehr in Vossenack

Eine Stunde später beginnt die Trauerfeier. Zwei Rechtsextreme werden von der Polizei rechtzeitig entfernt, damit die Antifaschisten nichts zu befürchten haben. Über 100 Anwesende, Soldaten, Zivilisten und Musiker, werden gezählt, darunter Abgeordnete der Grünen. Es wird würdig musiziert (Volksmusikanten Vossenack), gebetet (Pater Herbert) und gesprochen (ein Schüler des Franziskus-Gymnasiums Vossenack und der Kreisverbandvorsitzende und Landrat Wolfgang Spelthahn). Der Landrat (CDU) spricht vom Frieden in Europa und vom Krieg in der übrigen Welt. Europa habe seine Lektion gelernt und verinnerlicht, was nach zwei Weltkriegen mit Millionen von Toten, die vom europäischen Boden ausgegangen sind, niemanden verwundert. In einem Nebensatz verurteilt Wolfgang Spelthahn den deutschen Rüstungsexport.

Zuweilen trägt der Wind von weitem zerrissene Protestrufe der Demonstranten heran, die die Anwesenden nicht beeindrucken. Die Feier wird mit der gespielten und nicht gesungenen Nationalhymne beendet.

Auch in der nahen Kreishauptstadt Düren finden zeitnah jährliche Gedenken an Krieg und Zerstörung statt. Interessierte und Honoratioren treffen sich am Rathaus vor dem „Flammenengel“. Das Kunstwerk ist von Adolf Wamper gestaltet worden, der weit unten auf der Gottbegnadeten-Liste von Joseph Goebbels und Adolf Hitler aufgeführt ist.

Quelle: The Huffington Post, Dr. Nathan Warszawski – Arzt, Fotograf, Eifeler
http://www.huffingtonpost.de/nathan-warszawski-/friedensgedenken-auf-dem-_b_4295677.html?utm_hp_ref=germany

Am 17.11.2013 ab 11.00 Uhr Protestkundgebung vor den Kriegsgräbern in Vossenack

Auf­ruf:

Op­fer­my­then be­kämp­fen-​ Volkstrau­er­tag ab­schaf­fen

Op­fer­my­then be­kämp­fen-​ Volkstrau­er­tag ab­schaf­fen

Am 17. No­vem­ber 2013 fin­det der vom „Volks­bund Deut­scher Kriegs­grä­ber­für­sor­ge“ (VdK) all­jähr­lich or­ga­ni­sier­te Volkstrau­er­tag statt. Auch in die­sem Jahr wird im Kreis Düren, ge­nau­er ge­sagt an den Kriegs­grä­bern in Vos­se­nack, an die­sem Tag eine öf­fent­li­che Ver­an­stal­tung statt­fin­den. Mit dem Auf­lau­fen von Neo­na­zis muss auch die­ses Jahr ge­rech­net wer­den.

Die Kriegs­grä­ber wer­den im of­fi­zi­el­len Sprach­ge­brauch als Eh­ren­fried­hö­fe be­zeich­net. Dabei stört es of­fen­sicht­lich nicht, dass der Ge­ne­ral­feld­mar­schall Model und An­ge­hö­ri­ge der SS dort be­gra­ben sind. Ab­ge­se­hen davon, dass alle dort Be­gra­be­nen, Teil­neh­mer an einem ver­bre­che­ri­schen Er­obe­rungs-​ und Ver­nich­tungs­krie­ges waren.

Was mit einem Got­tes­dienst in Hürt­gen be­ginnt, endet mit einer Zu­sam­men­rot­tung, mal an den Grä­bern in Vos­senak mal in Hürt­gen. Teil­neh­mer sind Ver­tre­ter der Kir­chen, der Bür­ger­meis­ter aus Hürt­gen, der Land­rat des Krei­ses Düren und an­de­re Po­li­ti­ker, eine Ab­ord­nung der Bun­des­wehr vom Bo­el­ke­geschwa­der aus Nör­ve­nich und nicht zu ver­ges­sen bis zu 30 Fa­schis­ten aus dem Um­feld der „KAL“. Letz­te­re sind seit Jah­ren ak­zep­tier­ter Be­stand­teil der Ver­an­stal­tun­gen. Pro­tes­te, be­son­ders gegen die An­we­sen­heit der Nazis, wer­den als stö­rend emp­fun­den und mit Po­li­zei­ge­walt ver­hin­dert.

Volkstrau­er­tag – Ern­te­dank­fest der Rüs­tungs­in­dus­trie

Nach­dem der Ver­such von Kai­ser Wil­helm II, die eu­ro­päi­schen Macht­ver­hält­nis­se neu zu ord­nen, nach vier Jah­ren und zehn Mil­lio­nen Toten ge­schei­tert war, wurde 1919 der Volkstrau­er­tag aus der Taufe ge­ho­ben. Dazu wurde der drit­te No­vem­ber­sonn­tag aus­er­ko­ren. Die Nazis setz­ten noch einen drauf und nann­ten des ab dem Jahr 1933 Hel­den­ge­denk­tag. Dies aber pass­te nach 1945 an­fangs nicht so rich­tig in die po­li­ti­sche Land­schaft. Aber mit den Sol­da­ten, die in Zinks­är­gen aus Af­gha­nis­tan oder sonst wo heim­keh­ren, möch­ten ei­ni­ge das Rad der Ge­schich­te of­fen­bar wie­der zu­rück­dre­hen.

Deutsch­land führt Krieg und nun? Haupt­sa­che tot?

Die jüngs­te Er­wei­te­rung des of­fi­zi­el­len To­ten­ge­den­kens im Hürt­gen­wald be­trifft die Sol­da­ten, die „im Aus­lands­ein­satz ums Leben kamen“. Im Ein­gangs­be­reich des „Sol­da­ten­fried­hofs“ in Vos­se­nack sind seit ei­ni­ger Zeit zwei Kreu­ze auf­ge­stellt, auf denen fol­gen­de In­schrif­ten ste­hen:

Ge­denkt mit uns der Sol­da­ten der Bun­des­wehr, die im Dienst für Frie­den und Frei­heit ihr Leben lie­ßen.
För­der­ver­ein: „Wind­hun­de mah­nen zum Frie­den“

„Wer als Sol­dat im Dienst des Va­ter­lan­des steht, be­trach­tet sich als Die­ner der Si­cher­heit und Frei­heit der Völ­ker. Indem er diese Auf­ga­be recht er­füllt, trägt er wahr­haft zur Fes­ti­gung des Frie­dens bei.“
Papst Be­ne­dikt XVI

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Hier wan­delt sich der Volkstrau­er­tag er­neut zum Hel­den­ge­denk­tag. Wie­der­um wird nicht ge­fragt, ob es für diese Aus­lands­ein­sät­ze eine Recht­fer­ti­gung oder auch „nur“ eine ju­ris­ti­sche Grund­la­ge gibt. Der Über­fall auf Ju­go­sla­wi­en war völ­ker­rechts­wid­rig, was die Ver­ant­wort­li­chen heute auch gern offen ein­ge­ste­hen. Die Be­tei­li­gung am Krieg gegen Af­gha­nis­tan ist es eben­falls. Das Min­des­te, was man zum Af­gha­nis­ta­n­ein­satz der Bun­des­wehr sagen kann, ist, dass er die vor­geb­li­chen Ziele nicht er­rei­chen kann.

Gegen Mi­li­ta­ri­sie­rung

Die Bun­des­wehr ent­zieht sich einem de­mo­kra­ti­schen Dis­kurs, es wird kom­man­diert und an­ge­ord­net. Den Ver­ant­wort­li­chen muss aber klar wer­den, dass sie im öf­fent­li­chen Raum auch Kri­tik er­tra­gen müs­sen. Wer sich jetzt als Opfer von Aus­lands­ein­sät­zen dar­stellt, muss sich öf­fent­lich zu sei­ner wirk­li­chen Rolle be­fra­gen las­sen. Die Stadt und der Kreis Düren sowie der Volks­bund mit sei­nen or­ga­ni­sa­to­ri­schen Ver­flech­tun­gen zur lo­ka­len Po­li­tik müs­sen sich der Kri­tik an der Mi­li­ta­ri­sie­rung des Volkstrau­er­tags stel­len und sei es über die Par­la­men­te. Wir er­war­ten min­des­tens, dass nach gründ­li­cher Dis­kus­si­on eine Ent­mi­li­ta­ri­sie­rung des Volkstrau­er­tags statt­fin­det, dass der Op­fer­be­griff so dif­fe­ren­ziert wird, dass Täter nicht da­hin­ter ver­steckt wer­den kön­nen und den Fa­schis­ten die Mög­lich­keit ge­nom­men wird in­halt­lich an­zu­do­cken. Deut­sche Täter waren und sind keine Opfer!. Deut­sche Täter waren und sind keine Opfer!

Unser Ziel ist es al­ler­dings, den Volkstrau­er­tag, das „Ern­te­dank­fest der Rüs­tungs­in­dus­trie“, ab­zu­schaf­fen. Kämp­fen wir stär­ker als bis­her dafür. Wer sei­ner An­ge­hö­ri­gen ge­denkt, soll das tun, wann immer er will. Wenn aber einem gan­zen »Volk« Trau­er ver­ord­net wer­den soll, ist in der Regel Alarm­stu­fe Rot an­ge­sagt.

Nie wie­der Fa­schis­mus – Nie wie­der Krieg
Kein Ver­ge­ben den NS-​Tä­tern! Kein Ver­ges­sen den NS-​Op­fern!
Op­fer­my­then be­kämp­fen – Volkstrau­er­tag ab­schaf­fen

Kommt am 17.​11.​2013 ab 11.​00 Uhr zahl­reich zur Pro­test­kund­ge­bung noch Vos­se­nack!

Da Vos­se­nack eine schlech­te An­bin­dung an öf­fent­li­che Ver­kehrs­mit­tel hat emp­feh­len wir die An­rei­se mit PKWs. Bil­det Fahr­ge­mein­schaf­ten. Eine An­rei­se­be­schrei­bung wird in den nächs­ten Tagen noch ver­öf­fent­licht.

Protest gegen „Volkstrauertag“ 2013

Volkstrauertag abschaffen!

Volkstrauertag abschaffen!
Gegen NS-Verharmlosung, Naziaufmärsche und deutsche Opfermythen!

Als am 5. Mai 1985 der damalige US-Präsident Reagan von Helmut Kohl auf den Soldatenfriedhof in Bitburg eingeladen wurde, auf dem auch Gräber von SS-Leuten stehen, stand ein Paradigmenwechsel in der deutschen Gedenkpolitik an. Kohl und der deutschen Rechten ging es nicht um weniger, als um die Rehabilitierung der deutschen Vernichtungstruppen. Die Mitglieder von Wehrmacht und Waffen-SS sollten zu gewöhnlichen Soldaten, der Zweite Weltkrieg als gewöhnlicher Krieg dargestellt und damit ein Schlussstrich unter die Geschichte gezogen werden. Die Legitimation für diesen Schritt sollte der amerikanische Präsident liefern, der sich auf den symbolträchtigen Auftritt einließ. Die damalige deutsche Linke realisierte die Tragweite dieser Symbolik nicht. Dass diese unverschämte Rehabilitierung der deutschen Vernichtungstruppen, diese Verharmlosung der deutschen Barbarei heute immer noch zentraler Bestandteil deutscher Gedenkpolitik ist, zeigt sich an keinem Tag so klar wie am jährlich zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangenen Volkstrauertag.

Der Volkstrauertag und die deutsche Gedenkpolitik

„Was für Deutsche gilt: dass für die Deutschen die Geschichte der Nazis ihr Problem ist und nicht bloß das Problem der Opfer des Nazismus.“ (Moishe Postone)

Die Geschichte des Volkstrauertages begann bereits in der Weimarer Republik. Im Jahr 1926 wurde der erste Volkstrauertag begangen, um den deutschen Gefallenen des Ersten Weltkriegs zu gedenken. Was damals schon seinen Zweck in einer mehr oder weniger intensiven Kriegshetze fand, trat zur Zeit des Nationalsozialismus offen zu Tage. Die Nazis begingen den Volkstrauertag als sogenanntes „Heldengedenken“ und auch die heutigen Nazis knüpfen nicht nur terminologisch an diese Tradition an. Nach der militärischen Niederschlagung Nazideutschlands und dem Abbruch der Shoah durch die Anti-Hitler-Koalition wurde der Volkstrauertag in der alten Bundesrepublik wieder eingeführt. Heute soll ausdrücklich den Toten beider Weltkriege und den Opfern der Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht, für Frieden, Versöhnung und Verständigung gemahnt werden. Jeder spezifische historische Charakter jener „Gewaltherrschaft[en]“, die durchaus inzwischen auch den Staatskapitalismus der DDR einschließt, geht in einem solchen Gedenken verloren. Die deutschen Täter, die Millionen Menschen ausrotteten, stehen in einer Reihe mit den Mauertoten, den gefallenen Alliierten und den Opfern der Deutschen. Ein solches nivellierendes, also zwischen Opfern und Tätern nicht mehr unterscheidendes, Gedenken im Land der Täter ist für die politische Linke und für alle Menschen problematisch, die dafür eintreten, dass die Bedingungen der deutschen Barbarei, die Bedingungen des eliminatorischen Antisemitismus in diesem Land und weltweit beseitigt werden. Die gleichmachende deutsche Gedenkpolitik zum Volkstrauertag ist Ausdruck eines Bewusstseins, das die wirkliche Aufarbeitung des Nationalsozialismus ablehnt, verdrängt bzw. diesen überhaupt vergessen machen will. Sie bestätigt nur immer wieder den Satz Paul Spiegels, wonach sich hinter den Rufen nach Frieden die Mörder verschanzen. Eine solche Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit hätte u.a. die Kontinuität jener Bedingungen, die nach Auschwitz führten und die bis in die Gegenwart fortdauern, zu thematisieren und zum Gegenstand politischer Kämpfe zu machen. Im Sinne eines solchen antifaschistischen Kampfes ist ein Gedenken an die deutschen Täter nicht hinnehmbar. Wir gedenken den ermordeten Jüdinnen und Juden, den Kommunistinnen und Kommunisten, den Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern, den Sinti und Roma sowie all den anderen unzähligen Opfern, die aufgrund einer menschenverachtenden Ideologie ihr Leben lassen mussten. Wir gedenken auch den Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern, den Partisaninnen und Partisanen sowie den Soldatinnen und Soldaten der Anti-Hitler-Koalition. Für dieses Erinnern und Gedenken bedarf es keines Volkstrauertages, der im Begriff des Volkes ein Denken mitführt, das in Deutschland immer mit der Blut- und Bodenideologie verknüpft war, für welche Rassismus und Antisemitismus wesentliche Bestandteile sind. Eine Gemeinschaft, die auf Ausgrenzung und Abwertung basiert, lehnen wir ab. Wir kämpfen für ein solidarisches Miteinander aller Menschen, ungeachtet ihrer sexuellen Orientierung, Hautfarbe oder Herkunft, für eine Gesellschaft jenseits kapitalistischer Ausbeutung und Zurichtung.

Vossenack begrüßt seine Kinder

Heldengedenken mit Erbsensuppe – Der Hürtgenwald als Schlachtfeld der Erinnerungen from Antifa Eifel on Vimeo.

Wenn also jedes Jahr zum Volkstrauertag vielerorts Personen und Gruppen zusammenkommen, die die deutschen Verbrechen verharmlosen, offen leugnen oder die deutsche Kriegsschuld bestreiten, dann kann es nicht verwundern, wenn an diesen Zusammenkünften auch Nazis beiwohnen. Dass Nazis diesen Tag nutzen, ist keine Instrumentalisierung des Tages für andere Zwecke, sondern die logische Konsequenz seiner politischen Bestimmung.

In gespenstiger Atmosphäre werden dann die Geister der Soldaten des Heeres, der Kriegsmarine, der Luftwaffe, der Waffen-SS und des Volkssturms von Reiche zurück in die Reihen ihrer Kameraden gerufen. Auferstanden ist zwar bis heute noch keiner, doch der Gruselfaktor in Vossenack ist enorm. Es wird eine Zeremonie abgehalten für die Verbrecher, die Auschwitz, Treblinka, Sobibor und all die anderen Konzentrations- und Vernichtungslager möglich gemacht haben, die Millionen Menschen ermordet und Europa in Schutt und Asche gelegt haben.

Protest gegen den Volkstrauertagsgedenken gab es in den vergangenen Jahren nur von Seiten der Antifa. Die Mehrheitsbevölkerung von Vossenack und der Region versteckt sich in ihren Häusern, vermutlich wegen einer Mischung aus Desinteresse und heimlicher Sympathie und wirtschaftlichen Interessen. Die Verantwortlichen der Politik verschweigen das Thema, mit dem Resultat, dass sich Vossenack zu einem festen Event im Terminkalender der Regionalen Nazis entwickelt hat. Wir wollen am 17. November nicht nur gegen diese Strategie der Ignoranz und den Aufzug der Nazis auf die Straße gehen, sondern gegen eine deutsche Gedenkpolitik, die die Opfer der deutschen Vernichtungspraxis wie die Kämpfenden gegen das faschistische Deutschland verhöhnt, indem sie sie mit ihren Mördern in das gleiche Gedenken einbegreift. Der Kampf gegen den Volkstrauertag und seine Verfechterinnen ist also ein Kampf gegen das Vergessen, gegen die deutsche Version von Versöhnung, gegen alles was sich mit der Macht der Herrschenden Geltung verschafft: Gegen Deutschland und seine Nazis!

Gegen Nazis, Geschichtsrevisionismus und deutsche Opfermythen!
Volkstrauertag abschaffen!

Kundgebung in Vossenack

Am 17.11.2013 beginnt die offizielle Veranstaltung des Kreises Düren zum „Volkstrauertag“ um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche in Vossenack. Ab 12.00 Uhr wollen sich Vertreter von Kirche, der Politik, des Militärs und wahrscheinlich auch wieder Neonazis dann auf den Kriegsgräbern in Vossenck zusammenrotten. Nicht nur die Anwesenheit der Nazis wird an diesem Tag unseren Protest nötig machen.

Ab 11.00 Uhr haben wir deshalb vor der Kriegsgräberstätte in Vossenack eine Protestkundgebung angemeldet und rufen von dieser Stelle zur Teilnahme auf. In den nächsten Tagen wird auf dieser Seite ein Aufruf zum Protest veröffentlicht.

Unser Motto: Opfermythen bekämpfen- Volkstrauertag abschaffen

Info: Heute lief im Deutschlandradio das Feature „Heldengedenken mit Erbsensuppe“-Der Hürtgenwald als Schlachtfeld der Erinnerungen.